Hierzulande nehmen rund eine Million Menschen regelmäßig gerinnungshemmende Medikamente ein, so die Experten der Deutschen Herzstiftung e.V. Dabei sind Wechselwirkungen mit anderen, zum Teil auch frei verkäuflichen Arzneien und mit bestimmten Lebensmitteln zu beachten.

Gerinnungshemmer werden umgangssprachlich gerne als „Blutverdünner“ bezeichnet. Doch das stimmt nicht, denn sie verdünnen nicht das Blut, sondern sie reduzieren nur dessen Gerinnungsfähigkeit. Dadurch vermindert sich das Risiko für bestimmte Erkrankungen, wie zum Beispiel Herzinfarkte, Schlaganfälle und Venenthrombosen, die durch Blutgerinnsel verursacht werden. Einige Nahrungsmittel und Medikamente können jedoch die Wirkung der Gerinnungshemmer verstärken oder abschwächen – beides kann fatale Folgen haben.

Nach Angaben der Deutschen Herzstiftung e.V. nehmen rund eine Million Bürger hierzulande Gerinnungshemmer ein. Sie kommen typischerweise bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems wie beispielsweise bei Herzrhythmusstörungen zum Einsatz. Auch Menschen, die bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall überstanden haben oder denen eine künstliche Herzklappe oder ein Stent eingesetzt wurde, wird derartige Arznei oft ärztlich verschrieben, um das Risiko für die Bildung von neuen Blutgerinnseln zu senken.

Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Medikamente, die sich hinsichtlich der Wirkungsweise unterscheiden. So werden bereits seit Langem sogenannte Vitamin-K-Antagonisten (VKA) eingesetzt, welche die Aufnahme von Vitamin K hemmen. Die Leber bildet nämlich mithilfe dieses Vitamins bestimmte Gerinnungsfaktoren. Reduziert man nun die Menge des Vitamins K, sinkt in der Folge auch die Gerinnungsfunktion des Blutes. Bekannt für seine Gerinnungshemmung ist auch die Acetylsalicylsäure (ASS), unter anderem enthalten in dem gängigen Arzneimittelprodukt Aspirin.

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